Musik, die in keine Schublade passt

Mit ihren bisher vier Bühnenprogrammen „Faltenradio“ (2009), „Zoo“ (2012), „Respekt“ (2017) sowie „Landflucht” (2020) und den dazugehörigen Tonträgern (erschienen bei HOANZL) setzen die vier Musikanten von Faltenradio völlig neue Maßstäbe. Gefeierte Auftritte führten Faltenradio in den Wiener Musikverein, ins Wiener Konzerthaus, ins Berliner Konzerthaus, ins Wiener MuTh, in die Elbphilharmonie Hamburg, ins Salzburger Mozarteum, ins Wiener Radiokulturhaus, ins Linzer Landestheater oder in den Sendesaal Bremen genauso wie ins Münchner Hofbräuhaus, ins Winterhuder Fährhaus oder in den Mojo Club Hamburg. 

Außerdem gastiert Faltenradio jährlich bei renommierten internationalen Musikfestivals wie Rheingau Musikfestival, Luzern Festival, Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein Musikfestival, Niedersächsische Musiktage, Mozartfest Würzburg, Gustav Mahler Musikwochen Toblach, Festival Sandstein & Musik, Musiksommer Hamm, Carinthischer Sommer, Festival Allegro Vivo, Attergauer Kultursommer, Zoa Festival, Drumherum Regen, Mittendrin Eichstätt, Montafoner Resonanzen, Horizonte Landeck, Güssinger Kultursommer, PalmKlang Oberalm, Diabelli Sommer Mattsee oder beim Woodstock der Blasmusik.

Ein Faltenradio-Konzert bedeutet eine Art musikalische Bewusstseinserweiterung. Dabei sind die vier Herren nicht immer bequem. Ihr Zustand zur bierstemmenden und marschmusizierenden Landschicht reicht von ironischem Augenzwinkern bis zu ernstzunehmender Kritik an allerlei bigotten Manieren. Einem aber gilt Faltenradios ungeteilte Liebe – der echten Volksmusik, egal aus welchem Winkel Österreichs oder dem angrenzenden Ausland. Die vier berufenen Musiker arbeiten jedes ihrer Stücke so kristallklar heraus, dass es einem zeitweise fast unbehaglich wird. Zeitgleich möchte man ob des Talents, etwas auf den Punkt zu bringen, in Bewunderung versinken.

Bewunderung ist auch einer der roten Fäden, der einen als Zuhörer durch einen Faltenradio-Abend führt. Die Auswahl der Stücke ist so divergent wie ihre Anmutung, der einzige gemeinsame Nenner, das verbindende Element durch das Programm, ist die unfassbare Virtuosität der vier Musiker, der man vom ersten Stück an erliegt.

Alexander Maurer, Alexander Neubauer, Stefan Prommegger und Matthias  Schorn entlassen ihr Publikum keine Sekunde lang in den Zustand der seligen Unterhaltung. Immer wieder überrascht die Formation mit neuen Zugängen zu bekannten Stücken oder bislang ungehörten Kleinoden von heiter-lebensfroh bis romantisch-verträumt. Faltenradio spielt, die Atmosphäre glänzt.

Die gerne gebrauchte Metapher von „etwas im Blut haben“ wirkt angesichts der Hingabe und virtuosen Leichtigkeit, mit denen die vier Herrn von Faltenradio ihre sprachlos machenden Kompositionen und Interpretationen an das Publikum herantragen, beinahe etwas abgenutzt. Dennoch ist es die nachvollziehbarste Darstellung dessen, mit dem Faltenradio begeistert und beeindruckt. Vieles kann man üben und lernen – manches nicht. (Leo Fellinger)

Weitere Informationen und Pressematerial unter www.faltenradio.com.